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Reise-Buchungsprobleme

Das Internet hat die Reisebranche ziemlich durcheinandergewirbelt. Duzende von Buchungsportalen sind entstanden, und so wird immer häufiger online gebucht. Folge davon ist, dass viele kleine Reisebüros von der Landkarte verschwunden sind. Allerdings geht der Trend zum Teil wieder ein wenig in die andere Richtung, und zwar nicht nur bei der älteren Generation, welcher man vielleicht im Umgang mit Computern etwas weniger zutraut, nein, auch bei den Jüngeren. Statt sich stundenlang durch Buchungsportale zu kämpfen lässt man sich wieder beraten und zahlt unter Umständen nicht einmal mehr. Spätestens wer mit selber Buchen schlechte Erfahrungen gemacht hat geht wieder ins Reisebüro. Ein Klick am falschen Ort oder nur schon ein Tippfehler beim Namen fürs Flugticket und schon kann das Umbuchen teuer werden. Beim Reisebüro hat man auch immer einen Ansprechpartner, welchen man anrufen kann, falls unterwegs etwas nicht klappt. Das ist besonders nützlich, wenn man der Landessprache nicht mächtig ist und auch mit Englisch seine Mühe hat. Für komplexere Reisen gehe ich selber prinzipiell immer ins Reisebüro, eine kurze Städtereise buche ich aber auch übers Internet. Aber gerade da ereignen sich ab und zu sehr spezielle Geschichten:

Damit wenigstens nach dem Buchen alles klappt brauchts den passenden Reiseführer

Hagia Sophia

© Text und Fotos: Andreas Zimmermann

Gün Eyden Istanbul

Mit einem befreudeten Paar verbringen wir jedes Jahr einige Tag auf einer Städtreise. Dieses Mal war Istanbul angesagt, die grösste Stadt der Türkei. Auf beiden Seiten des Bosporus gelegen bildet sie gleichzeitig die Grenze zwischen Europa und Asien. Meine Aufgabe war es diesmal ein passendes Hotel zu finden. Mein wichtigstes Kriterium: Es muss zentral sein, so dass wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuss erreichen können. Nach einigem Suchen finde ich ein kleines Hotel im Sultanahmed-Quartir, das Sari Konak. Rasch sind die zwei Zimmer für drei Nächte und für vier Personen gebucht. Auf der Webseite musste ich angeben, wie viele Zimmer ich brauche und wie viele Personen mit von der Partie sind. Darauf erhielt ich zwei Buchungsbestätigungen, für jedes Zimmer eine, mit verschiedenen Buchungsnummern. Es war also alles in Ordnung. Aber kennen Sie das? Plötzlich stellt sich so ein diffuses Bauchgefühl ein, welches Ihnen sagt: „Das kommt nicht gut!"!

Reiseführer für Istanbul: Reise Know-How CityTrip Istanbul: Reiseführer mit Faltplan und kostenloser Web-App

Der Flug war sehr angenehm und ein Taxi brachte uns innerhalb einer halben Stunde vom Flugplatz zum Hotel. An der Reception legte ich meine beiden Bestätigungen vor und der nette Angestellte machte ein langes Gesicht: „Was Sie haben zwei Zimmer gebucht? Wir haben da aber nur eines reserviert.“ Er kontrolliert nochmals all seine Unterlagen und meint: „Tatsächlich, das sind zwei verschiedene Buchungsnummern. Wir haben gemeint, das sei doppelt reingekommen. Ich glaube, da haben wir ein Problem“. Für die ersten zwei Nächte waren noch Zimmer vorhanden, für die dritte Nacht war aber eines zu wenig. Der Angestellte meinte, man werde dann schon noch eine Lösung finden, ev. gäbe es ja noch eine Annulation, man werde mich dann kontaktieren.
Wir haben also eingecheckt und danach Istanbul unsicher gemacht. Unendlich viel gibt es da zu entdecken: Die Hagia Sophia, die Sultan Ahmed Moschee (Blaue Moschee), die unterirdische Zisterne, der Topkapi Palast, den grossen Basar und vieles mehr. Nicht zu vergessen natürlich all die kulinarischen Köstlichkeiten.

Grosser Bazar

Nach der zweiten Nacht hat mich jedoch niemand vom Hotel kontaktiert und es war ja nicht an mir, nachzufragen. Ich ging davon aus, dass wir bleiben können, aber weit gefehlt. Als wir am Abend zurückkehrten wurde mir mitgeteilt, dass unser Zimmer geräumt wurde, und das Gepäck im Zimmer unserer Freunde untergebracht sei. Wir könnten selber entscheiden wer bleibt und wer auszieht. Ein Zimmer in einem Hotel in unmittelbarer Nähe würde bereitstehen. Haben Sie schon so was erlebt? Das Zimmermädchen hat einfach unsere Koffer gepackt und uns vor die Tür gestellt. Die Situation war eigentlich so schräg, dass sie schon wieder zum Lachen war. Das andere Hotel war nur fünf Minuten zu Fuss entfernt und vom Standart her ein Upgrade. Zudem erhielten wir eine Nacht gratis und der Transfer zum Flugplatz wurde uns auch noch offeriert. Ende gut, alles gut. Ich werde das nächste Mal wieder genau so buchen ...

Wellness in Vals

Freunde von uns lassen es sich gerne gut gehen, auch Mal mit einem Wellnessweekend. Und da stand die berühmte Felsentherme in Vals schon lange auf der Wunschliste. Die Felsentherme des Bündner Architekten Peter Zumthor, in welcher 60'000 Platten aus aus Valser Gneis verbaut wurden, ein Meisterwerk. Wellness in Vals ist eine relativ kostspielige Angelegenheit, aber ein unschlagbares Angebot in einem Buchungsportal liess sie spontan buchen. Als der Termin näherrückte traf eine Erinnerungsmail des Hotels ein, so im Stil: „Guten Tag, es freut uns Sie bald in unserer Wellnessoase begrüssen zu dürfen und wünschen Ihnen eine gute Anreise... Servus und bis bald.“ Servus tönt nicht sehr schweizerisch, da stimmt doch etwas nicht. Absender war das Wellnesshotel Valserhof in Vals/Südtirol. Gebucht ist gebucht und so haben sie ihr Weekend im schönen Südtirol genossen ...

Buchtipp: Südtirol: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.